Fachkräftesicherung auf höchstem Niveau

22. Januar 2014

Inhaber bzw. Mitarbeiter der Ausbildungsbetriebe sowie Vertreter der drei sächsischen Industrie- und Handelskammern und der Berufsschulen mit Fachklassen in der Floristik waren zur Gründung des Bildungsverbundes Sachsen in der Floristik nach Dresden gekommen, um die Mitgliedschaft im Bildungsverbund zu unterzeichnen.

„Bis jetzt ist die Bereitschaft der Region Leipzig um Mitwirkung im Bildungsverbund noch nicht gegeben. Hier sind wir uns mit dem Fachverband Deutscher Floristen LV Sachsen e.V., der IHK und der Berufsschule einig, noch mehr Aufklärungsarbeit in den Betrieben zu leisten.“ so Herr Hübel, Geschäftsführer der SBG, im Anschluss an die Veranstaltung.

Pro & Kontra für die Verbundausbildung ‒ Gründungsmitglieder und Fachbeirat diskutierten:

Torsten Meiner, Inhaber des Floristmeisterbetriebes Meiner aus Hohenstein-Ernstthal, sieht Probleme in der finanziellen Belastung der Blumenfachgeschäfte. Hierbei kann der Bildungsverbund aber beruhigen: Die Ausbildungseinheiten werden von der SAB mit 110,00 Euro pro Woche/Teilnehmer gefördert (Unterstützung bei dem Ausfüllen der Förderanträge wird durch das Dresdner Institut für Floristik an der SBG angeboten).

Die betriebswirtschaftliche Lage zwingt heute viele Geschäftsinhaber, Personal zu reduzieren. Das bedeutet oft auch, allein im Geschäft stehen zu müssen. Hier ist  der Auszubildende voll integriert – es gibt „gar keinen Freiraum“ für einen ‚Extrakurs – Verbundausbildung’. Der Azubi lernt hier gezwungener Maßen während des normalen Alltages „zwischendrin“. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Betriebsinhaber die Ausbildung ignoriert, jedoch bleibt im Betriebsalltag oft zu wenig Zeit.

Frau Böhme vom Blumenhaus Böhme in Burgstädt bringt es auf den Punkt: „Ich bin froh, dass mir DAS jemand abnimmt! Ich bin alleine im Geschäft und merke deutlich, dass Ausbildungsinhalte oftmals zu kurz kommen. In erster Linie muss doch der Laden laufen!“

Sieht man sich die Prüfungsergebnisse an, erkennt man schnell, dass unbedingt Nachholbedarf bei den Auszubildenden besteht. Betrachtet man die Abschluss- oder auch Zwischenprüfungsergebnisse der Teilnehmer, die bereits Kurse der Verbundausbildung besuchten, sieht man überaus positive Ergebnisse.

Die Mehrheit der Lehrlinge sind von dem Modell der Verbundausbildung überzeugt und schätzen die Möglichkeiten, die Ihnen im Dresdner Institut für Floristik zur Verfügung stehen: „Im Geschäft haben wir dafür gar keine Zeit, hier fühlen wir uns einfach wohl“.  Der Auszubildende kann besser in das täglich Geschäft integriert werden, ist selbstständiger, gestärkter und selbstbewusster. Die Resonanz der Betriebe und Auszubildenden beweist es, der Vorteil der Verbundausbildung in der Floristik liegt klar auf der Hand!

Der Fachverband Deutscher Floristen LV Sachsen e.V. und das Dresdner Institut für Floristik werden in den kommenden Wochen und Monaten die Kontakte zu den Blumenfachgeschäften suchen, um das Verständnis für die Notwenigkeit der Ausbildung und damit der Verbundausbildung zu stärken.

Ohne Zweifel wird der Verbund als didaktisch begründetes Zweckbündnis ausbildungsbereiter Unternehmen die für Deutschland charakteristische duale Berufsausbildung in der Floristik wieder stabilisieren und somit den fast vollständigen Rückgang bei außerbetrieblichen Ausbildungsformen entgegenwirken.

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