Der Bildungsverbund Sachsen für Chemie- und chemiebezogene Berufe feiert sein 20-jähriges Bestehen

20. Juni 2014

Aus dem Strukturumbruch in der Chemiewirtschaft des Freistaates Sachsen heraus entstand 1994 mit 11 Gründungsunternehmen der Bildungsverbund Sachsen für Chemie- und chemiebezogene Berufe (kurz: Chemieverbund).

Als didaktisch begründetes Zweckbündnis innovativer und bildungsbereiter Unternehmen stand er vor der Aufgabe, die berufliche Erstausbildung in Chemie- und chemiebezogenen Berufen in der sächsischen Chemieindustrie in qualitativer und quantitativer Hinsicht zu reaktivieren.

Nach 20-jährigem Bestehen und mit mehr als 100 Mitgliedern hat der Chemieverbund 2014 eine stetig wachsende Akzeptanz gefunden und seine Wirkung weit über Sachsen und Deutschland hinaus entfaltet. Dabei repräsentiert er sowohl die vorrangig klein- und mittelständischen Unternehmen der produzierenden Chemie-, Pharmazie- und Biowirtschaft als auch hoch-rangige Forschungseinrichtungen der Helmholtz-, Leibniz-, Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaften.

Am 20. Juni 2014 stand die SBG anlässlich des 20. Jahrestages des Chemieverbundes ganz unter dem Zeichen dieses erfolgreichen, beständig wachsenden Netzwerks. Über 100 geladene Gäste aus Industrie, Wirtschaft und Politik nahmen an dem – diesem besonderen Jubiläum gewidmeten – Kolloquium teil, dass durch sein vielseitiges Programm begeisterte.

Nach einer Begrüßung durch den Fachbeiratsvor-sitzenden Herrn Prof. Peter Storz und den Geschäfts-führer der SBG, Herrn Wolfgang Hübel, sprach Frau Irmgard Frank, Leiterin der Abteilung 4 (Ordnung der Berufsbildung) des Bundesinstituts für Berufsbildung ein nachdenklich stimmendes Grußwort zur gegen-wärtigen Ausbildungssituation in Deutschland. Sie lobte in ihrem Beitrag die Arbeit des Chemieverbundes und dessen besondere Vorbildfunktion für andere Branchen.

Ein Vortrag zum Thema „Kompetenzorientierung als Herausforderung für berufliches Handeln“ von Frau Prof. Niethammer, Dekanin an der TU Dresden, bildete den wissenschaftlichen Rahmen der Veranstaltung. Im Anschluss kamen die Lernorte im Chemieverbund, angefangen bei Ausbildungsunternehmen über das BSZ Radebeul bis hin zur SBG selbst zu Wort.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen jedoch die ehemaligen und aktuellen Auszubildenden. 13 Absolventen der Berufe Chemie-, Biologie-, Physik- und Lacklaborant sowie Chemikant berichteten in einer lebhaften Gesprächsrunde über ihre Lehrlingszeit und berufliche Karriere nach der Verbundausbildung. Eine repräsentative Ausstellung, bestehend aus 23 Ausbildungsunternehmen aus den Sparten Lacke und Farben, Chemische Grundstoffe, Haushalt / Kosmetik, Pharmazie, Folien, Forschung & Entwicklung, Analytik, Automobil und Beleuchtung war Schluss- und zugleich Höhepunkt des Kolloquiums. Hier stellten aktuelle Lehrlingen ihr Unternehmen und dessen Produkte vor. Die Ausstellung war im Rahmen eines Tages der offenen Tür auch für die interessierte Öffentlichkeit geöffnet.

Leitbetrieb des Bildungsverbundes Sachsen für Chemie- und chemiebezogene Berufe

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