Unsere Angebote der Ferienakademie, des COM-LAB-BIO, im Gläsernen Labor des Deutschen Hygienemuseums sowie des Umweltpädagogischen Unterrichts UPU für Dresdner Kinder und Jugendliche.
Die chemische Industrie Europas steht derzeit unter einem doppelten Veränderungsdruck. Einerseits verlangt der Weg zur Klimaneutralität energie- und ressourcenschonende Verfahren, andererseits zwingt die fortschreitende Digitalisierung zu neuen Arbeits- und Produktionsformen. Hinzu kommen die Vorgaben der europäischen Kreislaufwirtschaft sowie der Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit, die strenge Anforderungen an sichere und nachhaltige Stoffe stellen.
Diese gleichzeitigen Herausforderungen treffen auf eine Branche, die bereits mit hohen Energie- und Rohstoffpreisen, intensiver Regulierung und einer Auslastung von nur rund 74 Prozent ihrer Anlagen ringt. Werden Qualifikationen und Kompetenzen nicht gezielt weiterentwickelt, drohen Innovationsstau und Wettbewerbsnachteile.
Genau an diesem Punkt setzt ChemSkills an. Das Vorhaben vereint 35 Partner – unter anderem die SBG Dresden – aus Industrie, Forschung, Bildung und Sozialpartnerschaft, um eine gemeinsame Qualifizierungsstrategie für den Sektor zu entwerfen. ChemSkills versteht sich als Modellprojekt („Blueprint“) und steht im Einklang mit wesentlichen EU-Programmen wie dem European Green Deal, dem Paket zur Kreislaufwirtschaft und dem Pakt für Kompetenzen. Ziel ist es, eine europaweit abgestimmte Grundlage zu schaffen, mit der Betriebe, Berufsbildungseinrichtungen und Hochschulen ihre Aus- und Weiterbildungsangebote schnell und praxisnah an die neuen technischen, ökologischen und digitalen Anforderungen anpassen können.
Langfristige Leitidee ChemSkills entwickelt eine belastbare Kompetenzstrategie, die den Wandel der chemischen Industrie hin zu Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung dauerhaft unterstützt. Damit schafft das Projekt eine gemeinsame Grundlage für Ausbildung, Qualifizierung und Personalentwicklung in ganz Europa.
Meilensteine bis August 2027
Mindestens fünfzig grüne und digitale Schlüsselkompetenzen werden ermittelt, als Kompetenzkarten beschrieben und eindeutig in die europäischen Referenzsysteme ESCO und Europass eingeordnet.
Zwölf neue Berufsprofile – vom Facharbeiter- bis zum Promotionsniveau (EQF 3–8) – werden ausgearbeitet, europaweit abgestimmt und in modernisierte Ausbildungs-, Fort- und Studiengänge überführt.
Ein Weiterbildungsangebot mit mehr als dreißig frei nutzbaren Lernbausteinen entsteht. Es deckt sowohl Online-Module als auch virtuelle Labor- und Produktionsszenarien ab und lässt sich flexibel nach Qualifikationsstufe kombinieren.
Mindestens 2 000 Teilnehmende – davon ein Viertel aus kleinen und mittleren Unternehmen – durchlaufen die Pilotkurse und liefern praxisnahe Rückmeldungen zur Wirksamkeit.
Besonderer Mehrwert Alle Kompetenzbeschreibungen, Berufsprofile und Lernmaterialien werden in einem klar strukturierten Kompetenzgerüst verknüpft. Dieses Gerüst stellt sicher, dass Branchentrends, Qualifikationsanforderungen und Lerninhalte logisch aufeinander aufbauen und sich bei Bedarf problemlos anpassen oder erweitern lassen. Die enge Anbindung an das europaweite DRIVES-Rahmenwerk erleichtert zudem den Austausch mit benachbarten Industrien und reduziert Entwicklungsaufwand. Virtuelle-Realität-Trainings ermöglichen realitätsnahe Übungssituationen bei höchster Arbeitssicherheit und bringen neueste Lerntechnologien unmittelbar in die berufliche Praxis.
Arbeitsschritte / Methodik
Erhebung des Kompetenzbedarfs Literatur- und Quellenrecherchen, Trendanalysen sowie Delphi-Befragungen zeichnen ein detailliertes Bild der heutigen und künftigen Qualifikationslücken – sowohl im Gesamtsektor als auch in den sechs Teilbereichen Kunststoffe, Verbraucherchemikalien, Düngemittel, Kautschuk, Pharma und Petrochemie.
Aufbereitung in Kompetenzrahmen Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Kompetenzkarten (Skills Cards), Matrizen und Berufsprofile überführt und eindeutig ESCO- beziehungsweise Europass-Zuordnungen zugewiesen.
Entwicklung praxisnaher Lernangebote Hochschulen, Berufsbildungseinrichtungen und Unternehmen erarbeiten gemeinsam modulare Lehr- und Lernbausteine. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf VR-gestützten Labor- und Produktionsszenarien, die sich nach EQF-Stufen flexibel kombinieren lassen. Ein Leitfaden „Grün-Digital-Zwilling“ unterstützt Lehrkräfte bei der Umsetzung.
Erprobung und Bewertung In Betrieben, Berufsbildungs-Centern und Hochschulen – in Deutschland vor allem in der SBG – werden die Lernangebote getestet. Der Lernerfolg wird sowohl durch Selbsteinschätzung der Teilnehmenden als auch durch externe Fachbewertungen erfasst.
Optimierung, Transfer und Verbreitung Die Auswertung der Pilotphase führt zu einer Überarbeitung der Lernmaterialien. Eine frei zugängliche Online-Plattform stellt sämtliche Ressourcen bereit, Interessengruppen-Foren fördern den Dialog mit Politik, Sozialpartnern und Industrie, und kurze Politikpapiere sichern die Verankerung der Ergebnisse in langfristigen Strategien.
Erwartete Ergebnisse
Bis zum Projektende liegt ein umfassender Fahrplan „Grüne und digitale Kompetenzen 2035“ vor. Er beschreibt in klaren Etappen, wie die chemische Industrie ihre Qualifizierungsarbeit an Klima-, Kreislauf- und Digitalzielen ausrichten kann. Darauf aufbauend werden zwölf modernisierte Berufsprofile veröffentlicht, die vom Facharbeiter bis zur forschungsnahen Qualifikation reichen und künftig als Referenz für neue Ausbildungs-, Fort- und Studiengänge dienen.
Zu jedem Profil entstehen frei zugängliche Lernbausteine – insgesamt mehr als dreißig – die sich flexibel kombinieren lassen. Sie reichen von kurzen Online-Modulen bis zu virtuellen Labor- und Produktionsszenarien, sodass Bildungsanbieter unterschiedlichste Lernpfade gestalten können. Alle Inhalte sind in einem strukturierten Kompetenzgerüst hinterlegt, das klare Bezüge zu ESCO und Europass herstellt und so die europaweite Vergleichbarkeit gewährleistet.
Die Pilotierung in Betrieben, Berufsbildungszentren und Hochschulen wird mindestens 2 000 Teilnehmende erreichen. Erwartet wird ein nachweisbarer Zuwachs an grünen und digitalen Kompetenzen, der den Unternehmen eine schnellere Einführung von „Sicher & Nachhaltig von Anfang an“-Prozessen ermöglicht, Rechtssicherheit erhöht und Wettbewerbsfähigkeit stärkt.
Um die Ergebnisse langfristig nutzbar zu machen, wird das Kompetenzgerüst samt webbasiertem Kurskatalog nach Projektende in eine selbstfinanzierte europäische Kompetenzallianz überführt. Diese Allianz aktualisiert die Inhalte fortlaufend und öffnet sie schrittweise auch für andere energieintensive Branchen wie Zement oder Stahl. SBG-Kundinnen und -Kunden profitieren damit dauerhaft von modernen VR-Trainings und europaweit abgestimmten Kompetenzstandards, die direkt in das regionale Weiterbildungsangebot der SBG einfließen.
Herzlich willkommen zur Dezember-Ausgabe des ChemSkills-Newsletters!
Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und feiert in dieser Ausgabe ein Jahr herausragender Errungenschaften und Meilensteine und bietet einen Einblick in die Fortschritte, die bei der Gestaltung der Zukunft der chemischen Industrie erzielt wurden.
Was ist drin?
ChemSkills Future Skills Survey Insights: Was haben wir herausgefunden und was wird in der chemischen Industrie benötigt?
Jahresrückblick – Erfolge und Meilensteine: Reflektieren Sie die Highlights des Jahres 2024, einschließlich unserer Workshops, Umfrageergebnisse und grenzüberschreitenden Kooperationen.
CSIC-Outreach-Aktivitäten: Entdecken Sie die inspirierenden Bildungsveranstaltungen, die vom spanischen Nationalen Forschungsrat veranstaltet werden.
Zum Jahresausklang wünschen wir Ihnen frohe Festtage und einen produktiven Start in das Jahr 2025.
Intrigierte? Es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Klicken Sie HIER, um tiefer in diese Ausgabe des ChemSkills-Newsletters einzutauchen!
ChemSkills-Konsortiumstreffen Brüssel 1.-2. April 2025
ChemSkills-Konsortiumstreffen Brüssel 1.-2. April 2025
Vom 1. bis 2. April 2025 traf sich das ChemSkills-Konsortium erneut in Brüssel zu einem zweitägigen Treffen voller Zusammenarbeit, Einblicke und Planung.
Das Treffen, das von den European Plastics Converters (EuPC) veranstaltet wurde, brachte Partner aus ganz Europa zusammen, um über den Fortschritt des Projekts nachzudenken und sich über die nächsten Schritte zum Aufbau einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Chemiebelegschaft abzustimmen.
Im Laufe von zwei Tagen haben wir viel zurückgelegt:
🔹 Sektorale Kompetenzintelligenz – unter der Leitung von VSB – Technische Universität Ostrava 🔹 Entwicklung und Durchführung von Schulungen – präsentiert von der Universität Twente 🔹 Auswirkungen und Verbreitung – geteilt von den Sitzungen des Arbeitspakets der Universität 🔹 NEWTON – einschließlich Aktualisierungen aus den Bereichen Kunststoffe, Verbraucherchemikalien, Gummi, Düngemittel, Pharmazeutika und Petrochemie
Es gab auch viel Raum für offene Diskussionen und Austausch, einschließlich Überlegungen zur Projektkoordination, zur Zukunftsplanung und zum Feedback der Partner.
Vielen Dank an alle, die zu uns nach Brüssel gekommen sind und zu zwei produktiven Tagen beigetragen haben. Treffen wie diese sind unerlässlich, um unsere gemeinsame Dynamik aufrechtzuerhalten, während wir die Fähigkeiten und Qualifikationen entwickeln, die für einen grüneren, digitaleren Chemiesektor erforderlich sind.
Herzlich willkommen zur Dezember-Ausgabe des ChemSkills-Newsletters!
Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und feiert in dieser Ausgabe ein Jahr herausragender Errungenschaften und Meilensteine und bietet einen Einblick in die Fortschritte, die bei der Gestaltung der Zukunft der chemischen Industrie erzielt wurden.
Was ist drin?
ChemSkills Future Skills Survey Insights: Was haben wir herausgefunden und was wird in der chemischen Industrie benötigt?
Jahresrückblick – Erfolge und Meilensteine: Reflektieren Sie die Highlights des Jahres 2024, einschließlich unserer Workshops, Umfrageergebnisse und grenzüberschreitenden Kooperationen.
CSIC-Outreach-Aktivitäten: Entdecken Sie die inspirierenden Bildungsveranstaltungen, die vom spanischen Nationalen Forschungsrat veranstaltet werden.
Zum Jahresausklang wünschen wir Ihnen frohe Festtage und einen produktiven Start in das Jahr 2025.
Intrigierte? Es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Klicken Sie HIER, um tiefer in diese Ausgabe des ChemSkills-Newsletters einzutauchen!
Was haben wir im letzten Jahr erreicht? Fassen wir mit unserem "Recap" zusammen!
Rückblickend auf ein Jahr voller Fortschritt und Innovation haben wir zwei wichtige Dokumente zusammengestellt, um unsere Errungenschaften zu präsentieren:
1. Der vollständige Rückblick
Dieses umfassende Dokument befasst sich mit unseren Meilensteinen, Kooperationen und strategischen Fortschritten. Wenn Sie an detaillierten Einblicken und dem Gesamtbild unserer Arbeit interessiert sind, ist dies Ihre Anlaufstelle.
Wenig Zeit? Unsere einseitige Zusammenfassung fasst die Highlights des Jahres zusammen. Es ist die perfekte Schnelllektüre, um sich auf den neuesten Stand zu bringen.
Ganz gleich, ob Sie ein politischer Entscheidungsträger, ein Branchenführer oder jemand sind, der sich leidenschaftlich für die Gestaltung der Zukunft der chemischen Industrie einsetzt, diese Dokumente bieten die Klarheit und Inspiration, die Sie brauchen.
Herzlich willkommen zur Oktober-Ausgabe des ChemSkills-Newsletters! Diese Ausgabe ist vollgepackt mit spannenden Meilensteinen und wichtigen Erkenntnissen und führt Sie durch die neuesten Fortschritte und Entwicklungen auf unserem Weg, die Zukunft der chemischen Industrie zu gestalten.
Was ist drin?
Feier zum ersten Jahrestag: Erinnern Sie sich an die Errungenschaften unseres ersten Jahres, die durch das Jubiläumstreffen in Serbien hervorgehoben wurden. Erfahren Sie, wie unser Konsortium aus 33 Partnern weiterhin zusammenarbeitet, um die Lücke bei grünen und digitalen Kompetenzen zu schließen.
Höhepunkte der Konferenz: Entdecken Sie die wichtigsten Erkenntnisse aus der öffentlichen ChemSkills-Konferenz an der Universität Novi Sad, bei der Experten Einblicke darüber gaben, wie sich die chemische Industrie entwickelt, um den Herausforderungen der Nachhaltigkeit und Digitalisierung gerecht zu werden.
Rückblick auf die Deutsche Kautschuk-Konferenz: Lesen Sie mehr über unsere Teilnahme an dieser prestigeträchtigen internationalen Veranstaltung, bei der das ChemSkills-Projekt im Mittelpunkt stand und das Bewusstsein für Qualifikationslücken in der Elastomerindustrie schärfte.
Es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Klicken SieHIER, um tiefer in diese Ausgabe des ChemSkills-Newsletters einzutauchen!
Was geschah bei der ersten öffentlichen ChemSkills Konferenz 2024?
Was geschah bei der ersten öffentlichen ChemSkills Konferenz?
Die öffentliche Konferenz "ChemSkills", die am 17. September an der Universität Novi Sad stattfand, brachte Experten aus 33 europäischen Organisationen zusammen, um die dringende Qualifikationslücke in der chemischen Industrie zu schließen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der steigende Bedarf an grünen und digitalen Kompetenzen, die für die Zukunft des Sektors unerlässlich sind.
Die chemische Industrie, die europaweit über 1,2 Millionen Menschen beschäftigt, befindet sich aufgrund von Nachhaltigkeitsanforderungen und digitaler Transformation in einem rasanten Wandel. Das Projekt ChemSkills zielt darauf ab, diese Qualifikationslücke zu schließen, indem es die Arbeiter auf diese Veränderungen vorbereitet. Im ersten Jahr seines Bestehens hat das Projekt wichtige Meilensteine erreicht, darunter die Einführung einer Website, Newsletter, Werbematerialien und die Durchführung von Umfragen, um die am dringendsten benötigten Fähigkeiten zu ermitteln.
Grüne und digitale Kompetenzen wurden als essentiell für die Zukunft der Branche identifiziert. Unternehmen investieren zunehmend in Schulungen für Bereiche wie künstliche Intelligenz, Datenanalyse und grüne Technologien. Berufliche Bildung und lebenslanges Lernen wurden ebenfalls als wichtige Instrumente zur Weiterqualifizierung der derzeitigen Arbeitskräfte hervorgehoben, um den neuen Anforderungen der Branche gerecht zu werden.
Die Konferenz befasste sich auch mit den Herausforderungen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere in Serbien, konfrontiert sind. Viele KMU haben Schwierigkeiten, die EU-Standards zu erfüllen, aber erfolgreiche Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen helfen diesen Unternehmen, sich an neue Technologien anzupassen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch in Zukunft wird sich das ChemSkills-Projekt auf die Entwicklung von Schulungsmaterialien und die Förderung einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Industrie und Bildung konzentrieren. Mit einem Schwerpunkt auf MINT-Bildung, Geschlechtervielfalt und Umschulung zielt das Projekt darauf ab, sicherzustellen, dass Europas Chemiefachkräfte gut gerüstet sind, um zukünftige Herausforderungen zu meistern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ChemSkills Public Conference die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Industrie, Bildung und politischen Entscheidungsträgern bekräftigte, um die Qualifikationslücke in der chemischen Industrie zu schließen. Durch die Zusammenarbeit können diese Stakeholder eine qualifizierte Belegschaft vorbereiten, die für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Zukunft gerüstet ist. Bildquelle:https://www.chemskills.eu/news/kick-meeting-brussels
Willkommen zur Juni-Ausgabe des ChemSkills-Newsletters! Vollgepackt mit spannenden Updates und aufschlussreichen Entwicklungen ist diese Ausgabe Ihr Tor zum Verständnis der transformativen Fortschritte, die wir in der chemischen Industrie machen.
Was ist drin?
Höhepunkte des Brüsseler Treffens: Tauchen Sie ein in die wichtigsten Erkenntnisse unseres jüngsten persönlichen Treffens in Brüssel. Erfahren Sie, wie unser Konsortium aus 33 Partnern zusammenarbeitet, um den Bedarf an grünen und digitalen Kompetenzen zu decken.
Einblicke in die Future Skills Survey: Werfen Sie einen Blick auf die vorläufigen Ergebnisse unserer laufenden Umfrage. Erfahren Sie, welche Fähigkeiten im Trend liegen und wie sich verschiedene Sektoren auf die Zukunft vorbereiten.
Kommende Veranstaltungen: Markieren Sie Ihren Kalender für wichtige Branchenveranstaltungen. Von unserer ersten öffentlichen Konferenz in Serbien bis hin zu aufschlussreichen Online-Workshops – finden Sie heraus, wo Sie sich an der Diskussion beteiligen können.
Green Chemistry Change Manager Kurs: Erfahren Sie mehr über die GCCM-Initiative und wie sie Fachleute auf die Herausforderungen eines nachhaltigen Chemikalienmanagements vorbereitet.
PFAS-Revisionsereignis: Verpassen Sie nicht unsere Online-Veranstaltung, die sich mit der Gesetzgebungslandschaft und nachhaltigen Alternativen für PFAS befasst.
Um tiefer in diese und weitere Themen einzutauchen, klicken Sie auf das Bild unten, um unseren vollständigen Newsletter zu lesen.
Vom 16. bis 17. April lud der Europäische Verband der Reifen- und Gummihersteller (ETRMA) zum persönlichen Projekttreffen von ChemSkills ein. Dieses von der EU kofinanzierte Projekt zielt darauf ab, die Lücke zwischen den von der chemischen Industrie geforderten Qualifikationen und denen der Universitäten und Forschungszentren in Europa zu schließen und Europa wettbewerbsfähiger und zukunftsfähiger zu machen.
Wichtige Projektpartner aus verschiedenen Mitgliedstaaten trafen sich in Brüssel, um die Struktur von ChemSkill vorzustellen und einen einheitlichen Ansatz für die nächsten vier Jahre des Projekts zu skizzieren. In Workshops tauschten sie aufschlussreiche Ideen und Daten aus, wobei jeder Beitrag ein wichtiges Puzzleteil in ihren jeweiligen Teilsektoren (z. B. Konsumchemikalien, Düngemittel, Petrochemie, Pharmazeutika, Kunststoffe, Gummi) darstellte.
Als wichtiger Partner des Arbeitspakets 8 zum Kautschukchemiesektor freute sich die ETRMA sehr, Gastgeber der Veranstaltung zu sein und die Möglichkeit zu haben, Chancen, Herausforderungen und Lösungen zu diskutieren, um einen klaren Fahrplan für Kompetenzen, Umschulungen und Weiterbildungsaktivitäten für den europäischen Chemiesektor zu erstellen. Bildquelle:https://www.chemskills.eu/news/meeting-brussels-april-2024
Willkommen zur Einführung von etwas wirklich Bahnbrechendem – der ersten Ausgabe des ChemSkills-Newsletters! In diesem Newsletter geht es nicht nur um Updates; Es ist ein Beweis für eine transformative Reise, die wir in der chemischen Industrie begonnen haben.
In dieser Ausgabe geben wir einen Einblick in unseren bisherigen Weg:
1. Future Skills Survey: Seien Sie Teil von Initiativen, die die Branche prägen! Nehmen Sie an unserer Future Skills Umfrage teil, um aktuelle Trends zu verstehen und den Bedarf an Fähigkeiten und Kompetenzen in verschiedenen Sektoren zu ermitteln.
2. Entmystifizierung des Kunststoffrecyclings: Verwirrt über Kunststoffrecycling? Sie sind nicht allein. Tauchen Sie ein in unseren Artikel, der die Terminologie im Einklang mit der europäischen Gesetzgebung vereinfacht.
3. Kick-off-Meeting: Erleben Sie die Aufregung unserer transformativen Reise durch die Höhepunkte unseres Kick-off-Meetings in Brüssel, bei dem Zusammenarbeit und Innovation im Mittelpunkt standen.
4. Bevorstehende Veranstaltungen: Bleiben Sie über unsere bevorstehenden Veranstaltungen auf dem Laufenden.
Gestalten Sie mit uns schon heute die Welt von morgen.Abonnieren Sie den ChemSkills-Newsletterund bleiben Sie auf dem Laufenden für weitere Updates, Einblicke und spannende Entwicklungen auf unserem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft für alle.
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Das Kick-off-Meeting von ChemSkills fand vom 13. bis 15. September statt und wurde von der European Chemical Employers Group (ECEG) in Brüssel, Belgien, organisiert.
Über 40 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, um über die Zukunft des Projekts zu diskutieren und weitere Partner kennenzulernen, mit denen sie in zehn Arbeitspaketen zusammenarbeiten werden. Auch Emilia Venot, Projektbeauftragte von ChemSkills bei der Europäischen Kommission, nahm an dem Treffen teil. Sie hob die Bedeutung des Projekts hervor und ermutigte alle ChemSkills-Partner, ihr Bestes für den gemeinsamen Erfolg zu geben.
ChemSkills wird ein herausforderndes Projekt sein – nicht nur wegen der Größe des Konsortiums (33 Partner), sondern auch aufgrund seiner Relevanz für den Chemiesektor. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir bereit sind, diese Herausforderung in den nächsten vier Jahren anzunehmen und alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die Ziele des Projekts zu erreichen. Bildquelle:https://www.chemskills.eu/news/kick-meeting-brussels
Projektstruktur & Partner
Die Partnerschaft umfasst 35 Organisationen aus 15 EU-Mitgliedstaaten. Damit verbindet ChemSkills die gesamte Wertschöpfungskette der chemischen Industrie – von der Produktion bis zur beruflichen Bildung – und stellt sicher, dass die Ergebnisse europaweit nutzbar sind.
Federführung
European Chemical Employers Group (ECEG) – strategische Gesamtleitung und Anbindung an europäische Industrieinitiativen.
Chemical Industry Federation Finland (CIFF) – technische Koordination, Qualitätsmanagement und Berichtswesen.
Branchen- und Unternehmensverbände
Cefic (Europäischer Chemieverband) mit Fokus auf Petrochemikalien.
EuPC (European Plastics Converters) für den Kunststoffsektor.
ETRMA (European Tyre & Rubber Manufacturers’ Association) für Kautschuk.
Federchimica, ACEA (u. a. Automobilbranche – Schnittstelle für Kreislauf- und Digitalthemen).
Industrieunternehmen und Pilotbetriebe
Produktionsstandorte großer Chemie- und Pharmaunternehmen in Deutschland, Italien, Finnland und den Niederlanden (z. B. BASF, Borealis, HEXPOL – je nach Teilsektor).
Mehrere mittelständische Spezialchemie- und Kunststoffverarbeiter, die als Pilotbetriebe für die VR-Trainings fungieren.
Hochschulen und Forschungseinrichtungen
VSB – Technische Universität Ostrava (Tschechien) – Leitung des Arbeitspakets „Kompetenzanalysen“.
Universität Twente (Niederlande) – Entwicklung der modularen Lernangebote.
Technische Universität Wien, Maastricht University, Agencia Estatal CSIC (Spanien) sowie IKEM (Schweden) mit fachspezifischer Forschungskompetenz.
Berufsbildungs- und Weiterbildungsträger
SBG Dresden und weitere Berufsbildungszentren aus aus Österreich, Italien, Kroatien und Rumänien übernehmen Entwicklungen und Pilotierung in ihren jeweiligen nationalen Ausbildungssystemen.
Sozialpartner und Netzwerke
BAVC (Bundesarbeitgeberverband Chemie) – Vorsitz des externen Beirats.
ECRN (European Chemical Regions Network) – Verbreitung in Politik und Regionen.
Nationale Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen aus Finnland, Spanien und Frankreich sorgen für Akzeptanz der neuen Berufsprofile.
Diese klare Rollenverteilung stellt sicher, dass wissenschaftliche Erkenntnisse, betriebliche Praxis und bildungspolitische Anforderungen von Beginn an miteinander verzahnt sind. Die SBG fungiert dabei als Schnittstelle zwischen europäischer Projektstrategie und konkreten Qualifizierungsbedarfen der chemischen Unternehmen in Deutschland.
Die fortschreitende Digitalisierung – häufig als „Industrie 4.0“ bezeichnet – konfrontiert Berufsbildungseinrichtungen mit der Aufgabe, Lernende für hochkomplexe Anlagen fit zu machen, ohne dass jeder Standort über ein vollständiges, kostenintensives Maschinenset verfügen muss. Zugleich hat die Pandemie verdeutlicht, wie störanfällig rein präsenzgebundene Lehr- und Lernprozesse sind. REX-VET begegnet diesen Herausforderungen, indem es erweiterte und virtuelle Realität (XR) in die berufliche Aus- und Weiterbildung integriert. Digitale Zwillinge realer Maschinen verlagern praktische Übungen in den virtuellen Raum, bleiben aber durch die Kopplung an echte Geräte authentisch. Dadurch stärkt das Projekt das europäische Ziel eines leistungsfähigen digitalen Bildungsökosystems, reduziert Reise- und Materialaufwand und leistet so einen Beitrag zum Klimaschutz.
Ziele des Projekts
REX-VET verfolgt das langfristige Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit von Auszubildenden deutlich zu steigern, indem es ihnen ermöglicht, Schlüsselprozesse der Chemie-, Physik- und Mechatronikpraxis realitätsnah und ortsunabhängig zu trainieren. Bis zum Projektende werden drei komplett einsatzfähige Lernumgebungen mit erweiterter bzw. virtueller Realität entwickelt, die sich ohne zusätzlichen Programmieraufwand in den Unterricht integrieren lassen. Parallel dazu erhalten mindestens vierzig Lehrkräfte eine vertiefte didaktische Fortbildung, um die neuen Szenarien professionell einsetzen zu können. Ein zentrales Leistungsversprechen lautet, die Zahl der gleichzeitig trainierenden Personen gegenüber klassischen Präsenzlaboren zu verdoppeln. Technologischer Kern ist ein cyber-physisches System, das echte Maschinen über eine internetbasierte Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) mit der digitalen Lernumgebung verbindet und so erstmals hochgradig authentisches Ferntraining ermöglicht.
Arbeitsschritte / Methodik
Das Vorhaben startet mit einer umfassenden Bedarfsanalyse, an der Auszubildende, Lehrkräfte und Industriepartner beteiligt sind. Aus den Ergebnissen entstehen Ablaufskizzen, nach denen Designerinnen und Entwickler fotorealistische 3-D-Modelle erstellen und mittels SPS mit den realen Geräten koppeln. Jede Entwicklungsphase wird durch Benutzerfreundlichkeits-Tests mit kleinen Lerngruppen begleitet, um den didaktischen Mehrwert sicherzustellen. Sobald funktionsfähige Prototypen vorliegen, finden Pilotversuche an den Bildungsträgern in Estland und Deutschland statt; die SBG koordiniert die Tests in Dresden und führt gemeinsam mit Ausbildern iterative Verbesserungen durch. Parallel entstehen praxisnahe Handreichungen, Video-Anleitungen und Fortbildungen, die den methodisch fundierten Einsatz der Szenarien erleichtern. Eine breit angelegte Verbreitungsstrategie – offen lizenzierte Veröffentlichung, Multiplikatorenveranstaltungen und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit – sorgt dafür, dass die Ergebnisse rasch in weitere Bildungseinrichtungen transferiert werden können.
Erwartete Ergebnisse
Zum Projektabschluss liegen drei offen lizenzierte Lernumgebungen vor: ein virtuelles Chemielabor, ein erweitertes-Realität-Messpraktikum an einem vernetzten Tischmultimeter sowie eine simulierte Produktionslinie. Ergänzende Handreichungen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Wartungsdokumente ermöglichen Lehrkräften den sofortigen Einsatz. Erwartet wird, dass mehr als zweihundert Teilnehmende ihre digitalen und fachpraktischen Kompetenzen signifikant ausbauen; erste Pilotmessungen deuten darauf hin, dass sich die Einarbeitungszeit an realen Maschinen um rund fünfzig Prozent verkürzt. Das Konzept lässt sich mühelos auf weitere Berufsfelder übertragen und bildet eine solide Grundlage für künftige lernbegleitende Systeme, die etwa automatisch Kontaktplanschaltungen vorschlagen und so den Lernprozess weiter individualisieren.
REX-VET auf der Building Bridges Konferenz 2025 in Dresden
Am 12. September 2025 hatten wir die Gelegenheit, das REX-VET-Projekt (Remote and distributed learning with Extended Reality in VET) auf der Building Bridges Konferenz 2025 in Dresden vorzustellen. Die Konferenz widmete sich den neuesten Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz in Wissenschaft, Industrie und Alltag.
Während der Coffee & Networking Pause präsentierten wir, wie REX-VET die digitale Transformation in der beruflichen Aus- und Weiterbildung unterstützt. Das Projekt setzt auf Extended Reality (XR) – mit Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) – um innovative Lehrmethoden einzuführen und die digitale Kompetenz von Auszubildenden zu stärken.
Besonders im Fokus stand Augmented Virtuality (AV): eine Kombination aus AR und VR, bei der Lernende nicht nur mit virtuellen Elementen interagieren, sondern gleichzeitig reale Geräte wie Maschinen über cyber-physikalische Verbindungen (z. B. mit PLCs) steuern können. So entstehen praxisnahe und sichere Lernszenarien – ein großer Vorteil in Bereichen wie Chemie, Physik und Mechatronik, wo der Zugang zu echtem Equipment oft begrenzt ist.
Die Resonanz auf unsere Präsentation war sehr positiv. Viele Teilnehmende zeigten großes Interesse an unserem Ansatz, der das Potenzial hat, die berufliche Bildung europaweit nachhaltig zu verändern und verteiltes Lernen zu ermöglichen.
REX-VET beim VSBI - Mitgliedertreff im September 2025
Am 10.09.2025 konnten wir beim VSBI (Verband Sächsischer Bildungsinstitute e.V.)- Mitgliedertreff das Projekt REX-VET (Remote and distributed learning with Extended Reality in VET) präsentieren. Das Projekt ist eine Kooperationspartnerschaft im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung (VET).
Das Ziel von REX-VET ist es, die berufliche Bildung durch die Einführung innovativer Lehrmethoden zu revolutionieren und dabei Augmented Virtuality (AV) und Virtual Reality (VR) zu nutzen. Diese Technologien ermöglichen neue Formen des Lehrens und Lernens. REX-VET konzentriert sich darauf, Lerninhalte interaktiv, immersiv und authentisch zu gestalten, insbesondere in den spezialisierten Bereichen Chemie, Physik und Mechatronik.
Der innovative Ansatz von REX-VET liegt darin, dass Lernende mit virtuellen Elementen interagieren können, während sie gleichzeitig Einfluss auf reale Gegenstücke (Maschinen oder Geräte) nehmen, die über cyber-physikalische Verbindungen (mittels speicherprogrammierbarer Steuerungen, PLCs) verbunden sind. Dies ermöglicht ortsunabhängige (ubiquitäre) Trainingserfahrungen.
Besonders im Kontext der Digitalisierung und der Notwendigkeit, Zugang zu hochwertigen, praxisnahen Schulungen zu bieten, stieß unser Konzept auf großes Interesse. Die Nutzung von AV/VR im Rahmen des Projekts soll die Berufstauglichkeit und Beschäftigungsfähigkeit der Auszubildenden verbessern und sie auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereiten.
Wir konnten demonstrieren, wie REX-VET das Konzept des Distributed Learning umsetzt. Dies erlaubt es Lernenden, remote auf physische Geräte zuzugreifen und daran zu trainieren, ohne dass die Authentizität einer Präsenzschulung beeinträchtigt wird. Zum Beispiel wird ein Szenario für Chemiefachkräfte entwickelt, bei dem ein digitaler Zwilling der LC2030 Workstation in VR mit der realen Workstation verbunden wird. Die SACHSISCHE BILDUNGSGESELLSCHAFT FÜR UMWELTSCHUTZ UND CHEMIEBERUFE DRESDEN MBH (SBG), unser deutscher Partner und Mitorganisator der Pilotprogramme, ist an der Entwicklung und Erprobung dieser Szenarien beteiligt.
Wir haben uns sehr gefreut, beim Mitgliedertreff unsere Zwischenergebnisse vorstellen und aufzeigen zu können, wie die AV-Lernszenarien einen Beitrag zur Innovation und zur digitalen Vorbereitung der Lernenden leisten. Es war eine wertvolle Gelegenheit, Einblicke in den aktuellen Projektstand zu geben und spannende Impulse aus dem Austausch mitzunehmen.
Einführung und Erprobung der REXVET-Software im Juli 2025
Am 30.07.2025 fand an der realen LC2030-Anlage in der SBG Dresden eine Einführung und Erprobung der REXVET-Software im Rahmen des LC2030-Lernszenarios (Chemical Station) statt.
Im Mittelpunkt standen sowohl die technischen Grundlagen als auch die pädagogischen Einsatzmöglichkeiten, wie sie in enger Zusammenarbeit mit unserem Partner JOSE (Medusa Digital) vorgestellt wurden.
Das Lernszenario ist Teil des REX-VET-Projekts, das den Einsatz von Augmented Virtuality (AV) und Virtual Reality (VR) in der beruflichen Bildung (VET) voranbringt. Mit Hilfe eines digitalen Zwillings der LC2030-Workstation werden Lernende praxisnah in den Betrieb von Chemieanlagen eingeführt – von sicherheitsrelevanten Prozeduren bis hin zum Arbeiten mit Ladder Logic (Kontaktplan).
Neben der technischen Infrastruktur mit Aurora HMI SCADA und der Cloud-Integration über Plain 4.0 wurden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten erprobt und diskutiert. So wurde gezeigt, wie die Lernumgebung sowohl im Webbrowser als auch mit einem VR-Headset genutzt werden kann und dass sie in mehreren Sprachen verfügbar ist. Darüber hinaus stand die Einbindung von Lehrkräften im Vordergrund, die Lernfortschritte steuern und verfolgen können. Ebenso wurde die flexible Anwendung im Simulationsmodus erörtert, bei dem auch ohne reale Hardware trainiert werden kann. Schließlich wurde verdeutlicht, dass fortgeschrittene Nutzer die Möglichkeit haben, Ladder Logic zu programmieren und individuell an das Szenario anzupassen.
Die Veranstaltung zeigte eindrücklich, wie digitale Lernumgebungen die Berufsausbildung in der Chemietechnik unterstützen und Lernende optimal auf die Anforderungen der Industrie vorbereiten können.
REX-VET Verbindungs- und Fernzugriffstest der LC2030 Juni 2025
Ende Juni 2025 haben wir gemeinsam mit den Partnern des REX-VET Projektes einen Connection- und Remote-Test an der LC2030-Anlage durchgeführt. Anfangs gab es noch einige Verbindungsschwierigkeiten, die jedoch schnell behoben werden konnten. Der Test verlief insgesamt erfolgreich und hat die reibungslose Zusammenarbeit mit unseren Partnern bestätigt.
Expertenbesuch und Pilottests an der SBG Dresden im Mai 2025
Expertenbesuch und Pilottests an der SBG Dresden
Am 16. und 17. Mai fanden in Dresden wichtige Aktivitäten im Rahmen des REX-VET-Projekts statt: ein Expertenbesuch und fortlaufende Pilot-Tests zur Erprobung innovativer Lehr- und Lernmethoden mit Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) in der beruflichen Bildung. Diese Veranstaltungen sind ein entscheidender Schritt, um den Lernenden qualitativ hochwertige und authentische Trainingsmöglichkeiten zu bieten und ihre digitalen Fähigkeiten zu stärken.
Der Expertenbesuch und die Demonstration des REX-VET Systems (16. Mai)
SBG (Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH) hieß am 16. Mai Experten der Partnerorganisation Cogito willkommen, die an der Entwicklung der Augmented Reality (AR)-Benutzeroberfläche beteiligt sind.
Bei diesem Termin wurde das REX-VET-System im Physiklabor von SBG vorgestellt und demonstriert. Das System basiert auf einer physischen Hauptplatine, die verschiedene physikalische Experimente hostet. Die von den Schülern verwendete REX-VET-App (AR-Benutzeroberfläche) ermöglicht die Interaktion mit den Experimenten. Wenn ein Experiment ausgewählt wird, zeigt die App die relevanten Messpunkte an und blendet ein virtuelles Multimeter ein, das wie ein echtes bedient werden kann. Die von einem realen Multimeter gemessenen Werte werden über Kabel an die Hauptplatine und einen Microcontroller an die App gesendet und auf dem Display des virtuellen Multimeters angezeigt. Die Hauptplatine ist sogar in der Lage, das angeschlossene Experiment über Dioden mit einem Binärcode zu erkennen.
Es wurden verschiedene grundlegende physikalische Experimente besprochen und demonstriert, darunter die Kirchhoffschen Gesetze, Ohmschen Gesetze, Faradaysches Gesetz, Temperaturmessung (mit PT100-Sensor), Transformatoren, AC-Spannungsteiler (RLC-Schaltung) und Graetz-Brücke. Die Diskussion umfasste auch technische Aspekte und Herausforderungen, wie Netzwerk- und Verbindungsprobleme, Probleme mit der Stromversorgung oder der Benutzeroberfläche. Trotz kleinerer Schwierigkeiten während der Demonstration wurde ein repariertes Multimeter gezeigt, das nun funktionierte.
Der Pilottest des AR-Multimeter-Szenarios (16. & 17. Mai)
Im Rahmen der Pilot-Tests in Dresden wurde das Augmented/Virtual Multimeter-Szenario im Physiklabor ausführlich erprobt. Ziel dieser Tests ist es, die pädagogische Eignung der neuen Lernressourcen zu bewerten. Federico Gargiulo von Cogito war persönlich anwesend, um die Tests zu begleiten.
Die Auszubildenden des ersten Jahrgangs im Kurs "Physikalisch-technische Assistenz" (Physiklaboranten) im Alter von 16-19 Jahren nahmen an den Tests teil. Das Szenario ermöglicht es den Lernenden, ein Tablet oder Smartphone zu bedienen, auf dem ein Augmented Reality (AR) Multimeter erscheint. Sie können dieses AR-Multimeter manipulieren und gleichzeitig mit dem physischen Multimeter interagieren.
Ein zentrales Ziel der Tests ist es, mindestens 14 Fragebögen von den Lernenden zu sammeln, die sowohl die Benutzerfreundlichkeit als auch die Lernergebnisse bewerten. Jose Neri von Medusa Digital und die Teams von SBG und Ewers werden gemeinsam an der Erstellung dieser Fragebögen arbeiten, wobei für jedes Szenario ein separater Fragebogen vorgesehen ist.
SBG ist auch dafür verantwortlich, Videos zu drehen, die die Experimente dokumentieren. Dazu gehören Split-Screen-Videos, die den physischen und virtuellen Zwilling nebeneinander zeigen, sowie Videos, die die Zusammenarbeit von Auszubildenden (einer mit AR-Headset, der andere am physischen Zwilling) oder die Erklärung des Setups durch Lernende zeigen.
Nächste Schritte und Ausblick
Die Ergebnisse dieser Pilot-Tests sind von entscheidender Bedeutung, um die Lernziele und Arbeitsanweisungen für die Multimeter-Experimente zu definieren und zu verfeinern. Die gesammelten Rückmeldungen der Teilnehmer werden genutzt, um die Szenarien zu verbessern und die Entwicklung des begleitenden pädagogischen Leitfadens voranzutreiben.
Diese Tests tragen dazu bei, die digitale Transformation in der beruflichen Bildung voranzutreiben und die Auszubildenden optimal auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorzubereiten, indem sie authentische und vielseitige Trainingsmöglichkeiten mit Extended Reality (XR)-Technologien bieten.
REX-VET: Cyber-physisches Lernen mit Augmented und Virtual Reality
REX-VET setzt auf Augmented Virtuality, um interaktive und realitätsnahe Trainingsszenarien zu entwickeln. Diese Technologie verbindet die Vorteile virtueller und physischer Lernumgebungen, sodass Auszubildende mit digitalen Zwillingen arbeiten und dabei gleichzeitig das Verhalten ihrer realen Kolleginnen und Kollegen beobachten und beeinflussen können.
Das Projekt erprobt gezielt zwei Szenarien in Augmented Virtuality sowie ein Szenario in Virtual Reality.
Die LC2030-Station im erweiterten Virtualitätskontext
Bei der LC2030-Station handelt es sich um ein didaktisches System, das im Bereich der Steuerungstechnik eingesetzt wird. Sie bietet sechs geschlossene Regelkreise:
Niveauregelung mit regelbarer Pumpe
Durchflussregelung mit regelbarer Pumpe
Druckregelung mit regelbarer Pumpe
Niveauregelung mit regelbarem Ventil
Durchflussregelung mit regelbarem Ventil
Temperaturregelung
Über die Plattform von Medusa Digital können Lernende entweder über den Webbrowser oder mittels VR-Headset auf das LC2030-Szenario zugreifen und vollständig in das Erlebnis eintauchen. Zu Beginn erstellen sie eigene Kontaktplanprogramme zur Steuerung der Station. Danach wählen sie aus verschiedenen Übungen – etwa dem Heizzyklus der LC2030 – und verknüpfen ihr Programm mit dem gewählten Szenario.
Das Besondere: Es besteht eine direkte cyber-physische Verbindung zwischen dem virtuellen Modell der LC2030-Station und ihrem realen Pendant bei der SBG Dresden. Jede Handlung im virtuellen Raum wird im physischen Zwilling nachvollzogen – und umgekehrt. Neben dem Heizzyklus fordern weitere Programmieraufgaben die Lernenden dazu heraus, verschiedene Funktionen der Station kennenzulernen und anzuwenden.
In diesem Szenario interagieren Nutzer über Augmented Reality mit einem digitalen Zwilling des Tischmultimeters RIGOL 3068. Dank der Verbindung mit seinem realen Gegenstück entsteht ein immersives, cyber-physisches Lernerlebnis.
Zu Beginn scannt der Lernende einen Marker mit einem Smartphone oder Tablet, woraufhin das AR-Multimeter eingeblendet wird. Anschließend wählt der Nutzer eine Übung, etwa die Messung eines bestimmten Strom- oder Spannungswertes. Dafür wird das reale Multimeter mit speziellen Leiterplatten (PCBs) verbunden, die unterschiedliche Schaltungen enthalten – beispielsweise einen Spannungsteiler, eine RC-Schaltung oder eine OPV-Konfiguration.
Die Messaufgabe wird dann mithilfe des digitalen Multimeters in der AR-Anwendung ausgeführt. Die real gemessenen Werte werden dabei direkt über die Anwendung sichtbar und in Echtzeit dargestellt. Bildquelle: https://rexvetproject.com/rexvet-learning-scenarios/
Die Umreifungsmaschine in der virtuellen Realität
In diesem VR-Szenario lernen Nutzer den Umgang mit einer Umreifungsmaschine durch ein vollständig virtuelles Erlebnis. Die virtuelle Umgebung simuliert detailgetreu die Bedienung der Maschine, wodurch die Lernenden sicher und praxisnah die Handhabung und Abläufe trainieren können – ohne reale Gefahrenquellen.
Die Übung zielt darauf ab, technische Prozesse, Sicherheitsaspekte und Handgriffe rund um den Umreifungsvorgang zu vermitteln und gleichzeitig die digitalen Kompetenzen der Auszubildenden zu fördern. Bildquelle: https://rexvetproject.com/rexvet-learning-scenarios/
Vom 25. bis 29. November 2024 fand im Rahmen des REX-VET-Projekts eine entscheidende Trainer Mobility in Võru, Estland, statt. Diese Veranstaltung, die ursprünglich in Toulouse geplant war, wurde nach Võru verlegt, um den Lehrenden direkten Zugang zu einer realen Mechatronik-Produktionslinie bei EWERS zu ermöglichen und so eine praxisnahe Lernerfahrung zu gewährleisten. Rund zehn Lehrkräfte aus Estland (EWERS) und zwei aus Deutschland (SBG) nahmen an der Schulung teil und lernten von Experten der Partnerorganisationen Digijeunes, Medusa Digital und Cogito SRL. Ziel war es, die Lehrenden mit den innovativen Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR)-Lernszenarien vertraut zu machen und sie für den Einsatz dieser Technologien in der beruflichen Bildung zu qualifizieren.
Während der fünftägigen Schulung wurden die Teilnehmenden umfassend in die drei zentralen REX-VET-Lernszenarien eingeführt und konnten diese intensiv praktisch erproben. Dies umfasste das Augmented Virtuality (AV)-Multimeter-Szenario für die Physik, bei dem über ein Tablet oder Smartphone mit einem virtuellen Multimeter interagiert und gleichzeitig ein physisches Multimeter bedient wird. Weiterhin wurde das Virtual Reality (VR)-Szenario für die Chemie am LC2030-Prozesssimulator vorgestellt, das die Steuerung einer virtuellen LC2030-Station und gleichzeitig die Interaktion mit ihrem physischen Gegenstück ermöglichte. Schließlich wurde das VR-Mechatronik-Szenario an einer automatisierten Produktionslinie getestet, das den Lernenden ermöglicht, in einer virtuellen Umgebung Programmierungen vorzunehmen und reale Maschinen zu steuern. Die Experten erläuterten dabei die zugrundeliegenden Technologien wie AR, VR, AV, cyber-physische Verbindungen und Online-SPS-Steuerungen.
Die Trainer Mobility legte großen Wert auf die Interaktion und den Austausch zwischen den Lehrenden und den Technologieexperten. Die teilnehmenden Lehrkräfte führten praktische Experimente durch und diskutierten ausführlich den pädagogischen Wert und die Integration dieser neuen Tools in ihren Unterricht. Um die Lernerfahrung und die Benutzerfreundlichkeit der Szenarien zu bewerten, wurden von den Teilnehmenden Fragebögen und Zufriedenheitsumfragen ausgefüllt. Die während des Workshops gesammelten Rückmeldungen und Daten sind von entscheidender Bedeutung für die weitere Verfeinerung und Verbesserung der REX-VET-Lernszenarien und tragen maßgeblich zur digitalen Transformation in der beruflichen Bildung bei.
Im Januar 2024 fand in Dresden, Deutschland, das erste entscheidende Transnationale Projektmeeting (TPM1) des REX-VET-Projekts statt. Als Gastgeber fungierte die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH (SBG), die alle Partner des Konsortiums – darunter Digijeunes (Koordinator), Medusa Digital, EWERS (Võrumaa Kutsehariduskeskus) und Cogito SRL – willkommen hieß. Dieses Treffen markierte einen wichtigen Meilenstein für das auf 26 Monate ausgelegte Erasmus+-Projekt "Remote and distributed learning with Extended Reality in VET", dessen Ziel es ist, die berufliche Bildung durch den Einsatz von Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) zu revolutionieren und qualitativ hochwertige sowie authentische Trainingsmöglichkeiten in den Bereichen Chemie, Physik und Mechatronik zu schaffen.
Während des Meetings in Dresden standen wichtige Koordinationsaktivitäten und inhaltliche Abstimmungen im Vordergrund. Die Teilnehmer des Lenkungsausschusses nutzten die Gelegenheit, die Einrichtungen der SBG zu besichtigen und in direkten Austausch mit dem Personal sowie den Auszubildenden der Berufsbildungsinstitution zu treten. Ein zentraler Punkt war die detaillierte Planung der Entwicklung der drei Lern-Szenarien in Chemie (LC2030-Station), Physik (Multimeter) und Mechatronik (automatisierte Produktionslinie), wobei insbesondere die technischen Fortschritte und nächsten Schritte der Partner Medusa Digital und Cogito SRL beleuchtet wurden. Zudem wurde die Projekt-Timeline überprüft und Möglichkeiten zur Verbreitung und Kommunikation der Projektergebnisse auf externen Veranstaltungen wie der Learntec identifiziert.
Das Treffen trug maßgeblich dazu bei, die Zusammenarbeit innerhalb des multidisziplinären Konsortiums zu festigen. Es wurden gemeinsame digitale Tools und Kollaborationsinstrumente wie der freigegebene Google Drive eingeführt und deren Nutzung koordiniert, um einen effizienten Informationsfluss und die gemeinsame Aufgabenverwaltung zu gewährleisten. Die klare Aufgabenverteilung und die intensive Abstimmung in Dresden legten den Grundstein für die erfolgreiche Umsetzung der innovativen Lernansätze und stellten sicher, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand der Dinge waren, um die digitalen Bildungsressourcen optimal zu entwickeln und in der beruflichen Bildung einzuführen.
Projektstruktur & Partner
Koordination 1. DIGIJEUNES – Frankreich
Gesamtleitung, Qualitäts- und Finanzmanagement, europaweite Verbreitung.
Technologische Entwicklung
2. Medusa Digital – Frankreich Entwicklung der virtuellen Chemie- und Mechatronik-Szenarien sowie Bereitstellung der Cloud-Plattform für Fernzugriffe.
3. Cogito srl – Italien Entwicklung des erweiterten-Realität-Szenarios für Physik einschließlich elektronischer Schnittstellen.
Pilotierung und Didaktik
4. Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH (SBG) – Deutschland Koordination der Praxistests in Dresden, Anpassung an die Anforderungen der Chemikanten- und Physiklaboranten-Ausbildung, Schulung des Lehrpersonals.
5. Võrumaa Kutsehariduskeskus – Estland Durchführung der Pilotversuche im Bereich Mechatronik und Einbindung regionaler Betriebe für Feedback.
Assoziierte Partner 6. Industrie- und Forschungseinrichtungen stellen reale Geräte, Fachwissen und Netzwerke bereit, damit die virtuellen Trainings einen hohen Praxisbezug behalten und schnell in den Arbeitsalltag übertragen werden.
Der Einsatz digitaler Medien verändert die berufliche Bildung. Berufliches Bildungspersonal benötigt hierfür entsprechende Kompetenzen. Eine Bildungstechnologie von Interesse ist Extended Reality (XR). Sie ermöglicht es das Lehren und Lernen mit niederschwelligen sowie bedarfsgerechten, interaktiven Simulationen anzureichern. Damit wird die Wissensvermittlung sowie der Kompetenzerwerb unterstützt.
Das transnationale Projekt „VIRDUAL – Förderung digitalgestützter Bildungsinnovationen in der praktischen beruflichen Bildung durch den Einsatz von XR“ wird maßgeschneiderte Lehr- und Lerninhalte erstellen. Dies unterstützt die Qualifizierung von Bildungspersonal sowie ermöglicht es Auszubildenden insbesondere digitale Kompetenzen zu erwerben. Damit wird der digitale Transformationsprozess in den beteiligten Bildungseinrichtungen sowie die Umsetzung modernisierter Ausbildungsordnungen gefördert.
Wie wird das Problem gelöst?
Bereitstellung didaktische Handreichung zur lernhaltigen Einbindung XR in der praktischen Ausbildung
Schulungsprogramm für berufliches Bildungspersonal
Präsentation der Ergebnisse während z. B. nationaler Informationsveranstaltungen
Ergebnisse:
Handreichungen für die lernhaltige Einbindung von XR in die Ausbildung
Am 10. März 2026 trafen sich die Partner des europäischen Projekts VIRDUAL zum fünften transnationalen Projekttreffen (TPM5) in Pavia, Italien. Ziel des Treffens war es, den aktuellen Projektstand zu überprüfen und die letzten Schritte bis zum offiziellen Projektabschluss zu koordinieren. Das Projekt endet planmäßig am 14. Mai 2026.
Während des Treffens wurde deutlich, dass sich das Projekt in seiner finalen Phase befindet. In den kommenden Wochen konzentrieren sich die Partner darauf, alle Projektergebnisse und Dokumentationen vollständig zusammenzustellen. Diese werden in einem gemeinsamen Projektordner gesammelt und bilden die Grundlage für den abschließenden Projektbericht, der innerhalb von 60 Tagen nach Projektende bei der zuständigen nationalen Agentur eingereicht werden muss.
Ein wichtiger Schwerpunkt des Treffens war die Präsentation der Ergebnisse der Pilotphase, in der die im Projekt entwickelten Materialien und Methoden praktisch getestet wurden. Insgesamt nahmen 29 Lehrkräfte und Trainer sowie mehr als 120 Auszubildende aus den Partnerländern an dieser Pilotierung teil. Die Erkenntnisse aus dieser Phase fließen in das Projektergebnis PR6 ein, das Empfehlungen für Validierung, Zertifizierung und Akkreditierung der entwickelten Lernansätze enthält. Die derzeitige Version dieses Dokuments umfasst bereits 34 Seiten und wird nach Abschluss der Evaluation in die jeweiligen Nationalsprachen der Partner übersetzt.
Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Verbreitung und langfristigen Nutzung der Projektergebnisse diskutiert. Bis Ende April 2026 organisieren alle Partner sogenannte nationale Multiplikator-Events, bei denen die Projektergebnisse einem breiten Publikum aus Bildungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren relevanten Organisationen vorgestellt werden.
Auch die Online-Kommunikation spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Neben regelmäßigen Beiträgen auf der Projektwebsite und in sozialen Medien werden weitere Projektnewsletter veröffentlicht, die über die internationalen Aktivitäten sowie über die nationalen Veranstaltungen berichten.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Abschlussphase ist die Qualitätssicherung. Sowohl interne Projektpartner als auch externe Expertinnen und Experten evaluieren die wichtigsten Projektergebnisse. Die gesammelten Daten fließen schließlich in den Final Dissemination & Sustainability Report ein, der unter anderem Kennzahlen wie erreichte Personen, Teilnehmerzahlen, Downloads und Online-Interaktionen dokumentiert.
Mit dem erfolgreichen Treffen in Pavia wurden die letzten organisatorischen Schritte für den Abschluss des VIRDUAL-Projekts festgelegt. In den kommenden Monaten liegt der Fokus auf der Fertigstellung aller Ergebnisse, der Durchführung nationaler Veranstaltungen sowie der finalen Berichterstattung.
Am 11. und 12. September 2025 trafen sich die Partner des VIRDUAL-Projekts in Nikosia (Zypern) zum vierten transnationalen Projekttreffen (TPM4). Ziel des Treffens war es, den aktuellen Projektfortschritt zu besprechen, erste Ergebnisse der Pilotierungsphase auszuwerten und die nächsten Schritte bis zum Projektabschluss im Mai 2026 zu planen.
Ein wichtiger Meilenstein ist bereits erreicht: Das Training Curriculum (WP2) wurde vollständig entwickelt und erfolgreich evaluiert. Auch der VIRDUAL e-Learning Campus und die Instructional Web App befinden sich in der finalen Entwicklungsphase. Die Web-App ermöglicht es Lehrkräften und betrieblichen Ausbildern, interaktive Online-Lernaktivitäten für Auszubildende zu erstellen und zu verwalten. Lernende können die Aufgaben selbstständig bearbeiten und erhalten direktes Feedback. Besonders positiv bewertet wurde die Möglichkeit, mit bildbasierten Übungen und interaktiven Aufgabenformaten zu arbeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die Pilotierungsphase, in der die entwickelten Lernwerkzeuge in mehreren europäischen Ländern getestet werden. Erste Pilotierungen fanden bereits in Italien, Zypern, der Türkei und Deutschland statt. Lehrkräfte aus der beruflichen Bildung testeten die Plattform und entwickelten eigene Lernmodule für ihre Kurse. Die Rückmeldungen zeigen ein großes Interesse an der Anwendung und ihrem Potenzial für digitale Lernformate.
Die zweite Pilotierungsphase startet im November 2025. Dabei werden Lehrkräfte die Plattform gemeinsam mit ihren Lernenden einsetzen und eigene, angepasste Online-Kurse durchführen. Die Ergebnisse dieser Tests bilden die Grundlage für Empfehlungen für Berufsbildungseinrichtungen und politische Entscheidungsträger.
Parallel dazu werden die Projektergebnisse weiterhin aktiv verbreitet – unter anderem über die Projektwebsite, LinkedIn, Newsletter und Veranstaltungen. Den Abschluss bildet eine internationale Multiplikator-Konferenz im März 2026 in Italien, bei der die wichtigsten Ergebnisse des Projekts vorgestellt werden.
Mit den erfolgreichen Pilotierungen und der fast abgeschlossenen Entwicklung der digitalen Lernplattform befindet sich das VIRDUAL-Projekt auf einem guten Weg, innovative digitale Lehr- und Lernmethoden für die berufliche Bildung in Europa bereitzustellen.
VIRDUAL Staff Training & Projektpartnertreffen - März 2025
Innovation in der Berufsbildung: VIRDUAL-Projektpartner treiben XR-Lösungen in Dresden voran
Vom 11. bis 13. März 2025 trafen sich die Partner des EU-Projekts VIRDUAL bei der Sächsischen Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe (SBG) in Dresden. Im Zentrum dieses intensiven Staff Trainings stand die Vorbereitung auf die nächste entscheidende Phase: die Integration von Extended Reality (XR) in die betriebliche und schulische Ausbildung, um digitale Kompetenzen gezielt zu fördern.
Digitale Lernwerkzeuge für die Praxis
Ein Highlight des Treffens war die Präsentation des VIRDUAL e-Learning Campus. Diese Plattform dient als zentrale Anlaufstelle für digitale Lerninhalte und umfasst sieben spezialisierte Kurse zu XR-Technologien. Besonders innovativ: Lehrkräfte können dort im Bereich „Module“ eigene Unterrichtseinheiten erstellen und veröffentlichen, die individuell auf verschiedene Berufsfelder zugeschnitten sind.
Ergänzend dazu wurde die Instructional Web App geschult. Während der Campus die Theorie abdeckt, ermöglicht die Web App die Erstellung interaktiver, praxisnaher Lernaktivitäten. Auszubildende können diese Aufgaben ohne komplizierten Login einfach per QR-Code aufrufen und bearbeiten. Die Partner arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Übersetzung dieser Tools, damit sie zeitnah auch in deutscher Sprache zur Verfügung stehen.
Startschuss für die Pilotphase
Ein wesentlicher Meilenstein des Meetings war die Planung der achtmonatigen Pilotphase, die von März bis November 2025 läuft. In zwei Stufen werden die neuen Tools auf Herz und Nieren geprüft: Zuerst nehmen pro Partnerland fünf Lehrkräfte an den Online-Kursen teil und erstellen eigene Module. Im zweiten Schritt testen mindestens 25 Auszubildende pro Land diese Inhalte in ihrer täglichen Ausbildungspraxis.
Qualität und Validierung im Fokus
Um sicherzustellen, dass die erworbenen Kompetenzen auch offiziell anerkannt werden können, analysierten die Partner Standards zur Zertifizierung von XR-Kompetenzen in den beteiligten Ländern. Zudem wird das Projekt durch ein externes Gremium aus 42 Experten evaluiert, um höchste Qualitätsstandards in der beruflichen Bildung zu garantieren.
Mit dem erfolgreichen Training in Dresden ist das Fundament für die praktische Umsetzung gelegt. Die nächsten Schritte beinhalten die Finalisierung der Projektwebseite sowie ein weiteres Partnertreffen im September auf Zypern, um die ersten Erkenntnisse aus der Praxis auszuwerten.
Internationales Projekttreffen in Istanbul - Oktober 2024
Am 30. Oktober 2024 trafen sich die internationalen Partner in Istanbul zum dritten transnationalen Projekttreffen, um den Fortschritt der Arbeitspakete zu diskutieren und die nächsten Schritte zu planen. Gastgeber war GOI, unterstützt von CSF, während Partnerorganisationen wie DIMITRA, CARDET, INFODEF, SBG Dresden, INQS und weitere Experten aus sechs europäischen Ländern teilnahmen.
Innovative Werkzeuge für Lehrkräfte und Ausbilder
Das Hauptziel von VIRDUAL ist die Entwicklung innovativer IKT-basierter Werkzeuge, die Lehrkräften und betrieblichen Ausbildern ermöglichen, maßgeschneiderte Online-Lernaktivitäten zu erstellen, die auf die Bedürfnisse der Lernenden zugeschnitten sind. Das Projekt konzentriert sich dabei auf zwei zentrale digitale Plattformen:
VIRDUAL e-Learning Campus (PR4): Ein digitaler pädagogischer Dienst, der Lehrkräfte in der Nutzung von XR-Technologien schult. Hier können sie Kurse besuchen, die auf einer neuen digitalen Pädagogik basieren, und lernen, XR effektiv in den Unterricht zu integrieren.
Instructional Web App (PR5): Ein technisches Werkzeug, mit dem Lehrende eigene interaktive Lernaktivitäten auf Basis von H5P-Vorlagen entwickeln können. Formate reichen von Drag-and-Drop-Aufgaben über Bildpaarungen bis zu Quizfragen.
Die Inhalte werden nach klaren Richtlinien erstellt und orientieren sich an den Fachgebieten der Partner, darunter Chemie, Wellness, Gastronomie, Kosmetik und Pädagogik.
Ein praktischer Ansatz: Erprobung und Pilotierung
Die Entwicklung der Tools folgt einem strukturierten Prozess mit intensiver Testphase:
Pilotphase 1: Lehrkräfte und Ausbilder aus den Partnerländern testen die Tools und erstellen eigene Module.
Pilotphase 2: Die erstellten Lerninhalte werden direkt mit Auszubildenden und erwachsenen Lernenden erprobt, um ihre Wirksamkeit in der Praxis zu evaluieren.
Ein starkes europäisches Netzwerk
Das Projektkonsortium stellt sicher, dass die Ergebnisse hochwertig und praxisrelevant sind, unterstützt durch nationale Expertengremien (EBCs) und ein SD+I Counselling Board für Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion.
Ausblick und Nachhaltigkeit
VIRDUAL verfolgt eine langfristige Strategie: Die digitale Kompetenz von Lehrenden soll nachhaltig gestärkt und XR als fester Bestandteil in der beruflichen Bildung etabliert werden.